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Der beste Volleyballspieler der Welt
15. 02. 2010
Wer ist am besten? Welche Sechs war die Beste der Welt? Nach welchen Kriterien wird das beurteilt? Wie wäre es, sich mit den Bester der Vergangenheit zu messen? Ich will die alte und neue Zeiten überhaupt nicht vergleichen, Volleyball entwickelt sich ständig. Damit meine ich nicht, dass heute besser gespielt wird als früh. Der Volleyball entwickelt sich, die Regeln entwickeln sich. Ich glaube, dass die Phänomenen der Neunziger heute einige Probleme mit dem Spiel hätten. Und das nur nach zehn Jahren. Wie bestimmen wir den besten Spieler der Welt? Nach den erreichten Erfolgen. Die Erfolgen kann euch niemand mehr nehmen, darauf kann man schon bauen. Dabei kann man immer auch in die Geschichte reinschauen, wer schon dreimal Weltmeister war, das bedeutet schon etwas. Auf der anderen Seite gibt es viele ausgezeichnete Volleyballspieler, die nicht so viele Erfolge feiern konnten. Igor Omrcen ist einer der besten Diagonalspieler der Welt zur Zeit, aber er hat schon Pech, dass die kroatische Nationalmannschaft nicht so stark ist. Igor hat einige Pokals in Italien gewonnen, von einigen kann er allerdings nur träumen. Er weiß, dass er daran nicht viel ändern kann. Ist er deshalb schlecht? Nein, ich wähle nach den Volleyball-Qualitäten aus.
Wenn ich die beste Sechs wähle, muss ich schon überlegen, ob sie zusammenpassen würden. Wenn ich Grbic als Zuspieler nehme, kann ich nicht einen Mittelblocker nehmen, der von ihm zwanzig Zuspiele pro Set fordern würde. Ich weiß, dass Grbic nicht so gern über die Mitte spielt, wenn ich Ricardo nehme, muss ich zu ihm einige Verrückten zufügen, die es mögen, schnell zu spielen. Und es gibt nicht so viele von denen Spieler. Man kann schon einen Superspieler zusammenbauen, allerdings nur im Kopf. Er kann fliegen und wenn er den Ball schlägt, kann er auch töten. Er beherrscht die Telepathie, er weiß also, wohin der gegnerische Zuspieler passt. Er kennt keine Verletzung, wenn er blockt, mit der Kraft hält er die Zeit des Zuspiels, er schaut ruhig, wohin der Angreifer schlägt und dann blockt er erfolgreich. So einer würde es allerdings nicht lange aushalten.
Ein ganz gewöhnlicher Superspieler sollte alles können, was man im Volleyballspiel so beherrschen kann. Also: die somatische Eigenschaften, Sprung- und Dynamikfähigkeiten, gut gebauter Körper, lange Arme, aggressiv, allerdings kontrolliertes Verhalten, den Willen, immer etwas Neues zu lernen, perfekt durchgeführte Volleyballtätigkeiten, ausgezeichnete Technik, eine große Wahl von Schlägen, das Lesen des Spiels, keine Nerven bei den ausgespannten Situationen usw. Es gibt eben kein solcher Spieler. Wenn ich einen perfekten Diagonalspieler erschaffen könnte, würde ich eben so wählen: Die Höhe – 206 Zentimeter – Miljkovic, Dynamik und der Sprung – Wlazly, gute Wahl von Schlägen – Miljkovic, Kraft – Stanley, Erfahrungen – Miljkovic, der Aufschlag – Omrcen, der Block – Giani, der Angriffsschlag – Hernandez, das perfekte Händchen – meine, der letzte Schritt – Fei, den Kopf würde ich auch meinen nehmen. Nur für Ergänzung: Vissotto mag ich nicht so viel, er ist 211 Zentimeter hoch, ein schneller letzter Schritt und er zwei Varianten von Schlägen. Aber es reicht, damit er in seiner Laufbahn viele Erfolge sammeln könnte.
Wenn ich das Super-Team dieser Zeit bauen möchte, würde ich so wählen. Zur Zeit gibt es etwa fünf beste Zuspieler auf dieser Welt. Ball, Grbic, Meoni, Vermiglio, Ricardo, Zagumny. Alles alte Hunde. Jeder spielt anders, ich nehme Ricardo heraus, weil er nur mit ihren Brasilianern am besten spielen kann und mit denen lebt er im ständigen Streit. Ich nehme Ball. Er spielt immer besser und deshalb ist er auch immer teuer. Wenn ich den Ball nehme, muss ich auch Stanley nehmen, obwohl ich Miljkovic auf diesem Posten lieber hätte, Kaziyjski wird angreifen und Antiga annehmen. Diesen Franzosen mögen die Italiener nicht so sehr, weil er nicht hart angreifen kann. Sie sind dumm, wenn er fit ist, ist er einfach gut. Bei der Annahme und in der Abwehr ist er ausgezeichnet und er zeigt den guten Charakter. Gleich nach ihnen würde ich Zlatanov, Giba oder Wijsmans erwähnen. Auf der Libero-Position würde ich mit Sergio spielen. Henno ist vielleicht sicherer und besser, aber auf dem Platz benimmt er sich undiszipliniert. In der Mitte hat man eine große Wahl: Hübner, Gustavo, Volkov, Lebl Bjelica. Ich würde Hübner nehmen, er kann das Spiel gut lesen und block am besten. Dann den kompletten Gustavo, mit dem besten Charakter spielt der Pole Plinski. Und für den Angriff würde ich Lebl nehmen. Solches Team ist mein Favorit. Als Trainer müsste ich den lieben Gott nehmen, um sie alle unter Kontrolle zu haben, vielleicht den Kanadier Glenn Hoag, der jetzt Bled trainiert. Es gibt viele gute Spieler auf dieser Niveau. Weil wir nicht Fachleute sind, kann ich auch ruhig sagen, dass der beste Spieler der Welt ich bin.
Jakub Novotny, Polen
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